Taufe

Hier finden Sie einige Informationen über Sinn und Bedeutung der Taufe, sowie Informationen über den Taufgottesdienst. Die nächsten Taufsonntage, an denen Taufen möglich sind, stehen wöchentlich im Gemeindeboten. Wenn Sie sich oder ihr Kind zur Taufe anmelden wollen, nehmen Sie bitte frühzeitig mit dem Pfarramt (Tel.: 07071-37002) Kontakt auf.

Was geschieht in der Taufe?
In der Taufe wird über dem Täufling der Name des Dreieinigen Gottes ausgesprochen („Ich taufe dich auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“). Damit gehört der Täufling zu Gott. Ihm gilt, was der Prophet Jesaja sagt: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ (Jes 43,1). Worüber Gottes Name genannt ist, das gehört Gott, das ist ihm anvertraut.

In der Taufe wird Wasser über den Kopf des Täuflings gegossen, weil Gott ihn reinigt von Sünde und allem Bösen. Gottes Vergebung wird hier sichtbar und spürbar. So wie Wasser Schmutz und Dreck wegspült und reinigt, so wird in der Taufe alles weggenommen, was gegen Gott steht und von ihm trennt. Über die Getauften kann darum der Apostel Paulus sagen: „Ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.“ (1.Kor 6,11).

Gottes Heiliger Geist kommt in der Taufe herab auf den Täufling. Gott kommt dem Täufling ganz nahe. Er will ihn sein Leben lang begleiten und immer mit ihm in Verbindung bleiben.

Ein solches Leben in der Verbindung mit Gott nennt die Bibel „neues Leben„. Wo noch durch Untertauchen getauft wird, kommt dies besonders deutlich zum Ausdruck. Der Täufling taucht gleichsam durch das Wasser hindurch in ein neues Leben hinein. So dass der Apostel Paulus sagen kann, „dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft. So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Chrisus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ (Röm 6,3+4). Was Jesus Christus am Kreuz auf Golgatha getan hat – sein Tod für unsere Sünden, seine Auferstehung zum neuen, ewigen Leben – bekommt der Täufling zugesprochen.

Außerdem bewirkt die Taufe die Aufnahme in die christliche Gemeinde. Der Getaufte darf seine Gaben in der Gemeinde einbringen und in Gemeinschaft mit anderen Christen leben.

Und schließlich gehört zur Taufe der Glaube. Er ist die Antwort des Menschen auf die vielen Gaben, die Gott dem Menschen in der Taufe gibt (Zugehörigkeit zu Gott, Vergebung, Heiliger Geist, Neues Leben, Gemeinschaft). Wann und ob das in einem Menschenleben geschieht können wir nicht voraussagen. Aber es ist die Aufgabe der Eltern und Paten, dass der Täufling mit dem Glauben an den Dreieinigen Gott bekannt gemacht wird und so in die Gemeinde Jesu Christi hineinwachsen kann.

Im Glauben ergreift der Getaufte, was ihm in der Taufe zugesprochen worden ist. Jeden Tag leben Christen aus den Gaben, die Gott ihnen in der Taufe gegeben hat. Gerade in schwierigen Zeiten, in Zeiten der Anfechtung und Not, kann einem die Erinnerung an die eigene Taufe ein Trost und eine Stärkung sein: So reich hat mich Gott beschenkt, lange bevor ich es verstehen und ja dazu sagen konnte.

Die Aufgabe der Eltern und Paten bei der Säuglingstaufe
Die Eltern und Paten bitten stellvertretend für das noch unmündige Kind um die Taufe. Als Zeugen der Taufe bestätigen sie dem Täufling, dass er auf den Namen des Dreieinigen Gottes getauft wurde. Zusammen mit der versammelten Gemeinde bekennen sich die Eltern und Paten zu diesem Gott, indem sie das Apostolische Glaubenbekenntnis sprechen. Sie übernehmen die Verpflichtung, den Täufling mit dem Glauben an den Dreieinigen Gott bekannt zu machen und ihm zu helfen, in die christliche Gemeinde hinein zu wachsen. Die Eltern und Paten dürfen den Getauften auf seinem Weg ins Christsein als Vorbild und mit fürbittendem Gebet begleiten. Ziel ist, dass der Getaufte eines Tages selber im Glauben Ja zu seiner Taufe und zu Gott sagen kann.

Die Taufe von Kleinkindern macht nur Sinn, wenn die Täuflinge im christlichen Glauben erzogen und in die Gemeinde hineingeführt werden.

Die Wahl der Paten
Um dem Patenamt gerecht zu werden, ist es nötig und sinnvoll, dass die Paten den christlichen Glauben selbst bejahen und leben.

Deshalb gibt es folgende Bestimmungen unserer Landeskirche im Blick auf das Patenamt:

– Mindestens zwei Paten sind erforderlich, die Sie selbst bestimmen dürfen.

–  Mindestens ein Pate muss Glied der evangelischen Landeskirche sein

–  Der zweite Pate muss evangelisch oder Glied einer Kirche sein, die zur “Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen” (ACK) gehört und die die Kindertaufe nicht ablehnt, also z.B. der katholischen oder methodistischen Kirche.

–  Bitte klären Sie rechtzeitig vor dem Taufgespräch, ob Ihre gewünschten Paten diesen Anforderungen genügen, damit Sie gegebenenfalls andere Personen suchen können.

–  Von Taufpaten, die nicht in Mähringen oder Immenhausen wohnen, erbitten wir eine Patenbescheinigung. Eine solche Bescheinigung erhält man problemlos beim für den Wohnort des Taufpaten zuständigen Pfarramt.

Sonstiges

Zum Ablauf der Taufe
Nach dem Glaubensbekenntnis kommen alle Tauffamilien gemeinsam nach vorne zum Taufstein und stellen sich in einem zur Gemeinde hin offenen Halbkreis auf. Dann folgen die Tauffragen und anschließend werden die Kinder in alphabetischer Reihenfolge getauft. Der Täufling darf dabei keine Mütze o.Ä. aufhaben. Die Person, die den Täufling hält, steht rechts vom Pfarrer und hält den Täufling mit dem Kopf über den Taufstein.

Der Taufspruch
Bei seiner Taufe erhält jeder Täufling einen Taufspruch. Dabei handelt es sich um einen Bibelvers, der den Getauften durch sein Leben begleiten soll. Die Eltern sind eingeladen, sich einen Bibelvers für ihr Kind auszusuchen.

Die Taufkerze
Nach der Taufhandlung kann eine Taufkerze an der Altarkerze entzündet werden. Sie soll den Getauften an seine Taufe erinnern und ist ein Zeichen dafür, dass Christus das Licht des Getauften ist. Wenn sie dies möchten, müssen sie eine Taufkerze kaufen und diese zum Gottesdienst mitbringen. Bitte überlegen sie sich vorher, wer aus ihrer Familie die Kerze entzündet und dann auf den Taufstein stellt, damit sie dort während des Gottesdienstes weiterbrennt.

Die Taufkerze kann dann jedes Jahr am Tauftag zur Erinnerung an die Taufe angezündet werden. Man kann den Taufspruch lesen und dem Kind (je nach Alter) von seiner Taufe erzählen und sie erklären.

Die Taufbibel
Als Geschenk der Kirchengemeinde erhält der Täufling eine Kinderbibel. Die Geschichten, die ihm daraus vorgelesen werden können, erzählen von dem Gott, auf dessen Name er getauft wurde.

Die Beteiligung am Gottesdienst
Gerne darf jemand aus den Tauffamilien ein Gebet nach der Taufe sprechen. Überlegen sie sich, ob z.B. ein Pate oder eine Patin ihres Täuflings dies gerne tun möchte. Drei Gebetsvorschläge erhalten sie beim Taufgespräch.

Zum Gottesdienstverlauf
Wenn der Täufling oder andere Kleinkinder nach dem Taufteil zu unruhig werden und es nötig wird, die Kirche zu verlassen, so besteht in Mähringen die Möglichkeit den Gottesdienst vom Gemeindehaus aus mitzuhören.

Die Taufanmeldung
Das Formular zur Taufanmeldung bitten wir bis zum Taufgespräch auszufüllen.

Das Familienstammbuch
Zum Taufgespräch sollten Sie auch das Familienstammbuch und die „Geburtsbescheinigung für religiöse Zwecke“ bereithalten.

Dekoration des Taufsteins
In Mähringen und Immenhausen ist es üblich, dass die Tauffamilie für die Dekoration des Taufsteins sorgt. Dies kann beispielsweise durch einen Kranz, der um den Taufstein gelegt wird, geschehen.

Fotografieren
Fotografieren ist möglich vor Beginn und nach Ende des Gottesdienstes. Während des Gottesdienstes soll nicht fotografiert werden.