Trauung

Hier finden Sie einige Informationen über Sinn und Bedeutung der evangelischen Trauung, sowie Informationen über den Traugottesdienst.
Wenn Sie Ihre Trauung planen, nehmen Sie bitte frühzeitig mit dem Pfarramt (Tel.: 07071-37002) Kontakt auf.

 

Was geschieht bei einer evangelischen Trauung?
Eine evangelische Trauung ist ein Gottesdienst aus Anlass einer Eheschließung, weil Christen ihre Ehe vor Gott beginnen und mit Gott führen wollen. Drei Dinge machen einen Gottesdienst zu einem Traugottesdienst:
  1. In diesem Gottesdienst wird Gott für die auf dem Rathaus geschlossene Ehe gedankt und es wird für den gemeinsamen Lebensweg der Ehepartner gebetet.
  2. Bei der Trauung bekennen sich die Eheleute zueinander und zu Gott. Beides geschieht vor der Öffentlichkeit der Gemeinde. Darum ist ein Traugottesdienst wie jeder Gottesdienst ein öffentlicher Gottesdienst.
  3. Das Versprechen, ein Leben lang zusammenzubleiben ist größer und mehr, als wir überblicken und aus eigenen Kräften halten können. Wir brauchen dazu Gottes Hilfe und seinen Segen. Dieser Segen Gottes wird ihnen im Traugottesdienst persönlich zugesprochen.

Das Auflegen der Hand beim Segnen ist sichtbares Zeichen dafür, dass Gott seine Hand über Ihnen halten wird. Wenn sie gesegnet werden, bedeutet das: an Ihnen und durch sie sollen Gottes Versprechen und Verheißungen wahr werden. Er verspricht ihnen: „Ich bin für euch da!“ Darauf dürfen Sie sich zu jeder Zeit berufen und ihn – etwa im Gebet – beim Wort nehmen: „Du hast versprochen, für uns da zu sein – jetzt hilf uns und gib uns die Kraft zur Versöhnung. Schenk uns neue Liebe zueinander.“ Aber natürlich gilt Gottes Versprechen nicht nur in Notzeiten …

Sonstiges

Beteiligung am Gottesdienst
Gelingen wird der Gottesdienst, wenn Sie ihn mittragen und wenn Lieder, Gebete, Bibeltexte und die Predigt aufeinander bezogen sind und eine Einheit bilden. Voraussetzung dafür ist, dass der Gottesdienst mit allen daran Beteiligten sorgfältig vorbereitet wird. Gut und eindrücklich ist es, wenn etwa Freunde oder Angehörige sich beim Fürbittengebet beteiligen (Vorschläge dafür können Sie von mir bekommen). Auch musikalische Beiträge sind möglich.

Der Trauspruch
Als Brautpaar suchen Sie sich einen Bibelvers aus, der sie in ihrer Ehe begleiten soll. Dieser Bibelvers ist die Grundlage der Traupredigt.

Lieder
Im Traugottesdienst werden zusammen mit der Gemeinde 3 Lieder gesungen. Diese dürfen Sie heraussuchen.

Blumenschmuck / Bäumchen
Bei uns ist es gute Sitte, dass Sie als Brautpaar für den Blumenschmuck an diesem Tag sorgen. Wenn auf dem Altar ein Gesteck oder ein Strauß für den Sonntagsgottesdienst bleibt, freut sich die Mesnerin bzw. der Mesner. Wenn vor dem Kirchenportal Bäumchen aufgestellt werden, dann veranlassen Sie bitte auch, dass diese in der Woche danach wieder entfernt werden.

Blumen und Reis bzw. Salz streuen
In unseren Kirchen dürfen keine Blumen, gestreut werden. Zum einen besteht Rutschgefahr, zum anderen lassen sich die dadurch entstehenden Flecken nur schwer entfernen. Da Reis und Salz Lebensmittel sind, sollte man darauf verzichten und nicht verschwenden.

Das Gottesdienstopfer
In der Regel wird das Opfer für die Aufgaben Ihrer Kirchengemeinde verwendet. Wenn Sie eigene Vorschläge haben, sprechen sie das beim Traugespräch an.

Ankündigung der Trauung
Ihre Trauung wird am Sonntag, bevor sie stattfindet, bei den Bekanntmachungen im Gottesdienst der Gemeinde angekündigt. Wenn Sie es irgend einrichten können, sollten Sie bei diesem Gottesdienst dabei sein.

Die Trauanmeldung
Das Formular zur Trauanmeldung bitte ich bis zum Traugespräch auszufüllen.

Das Familienstammbuch
Zum Traugespräch sollten Sie auch das Familienstammbuch bereithalten.

Urkunde über die standesamtliche Trauung
Das für die Kirche bestimmte Exemplar der Urkunde über Ihre standesamtliche Trauung sollten sie noch vor der kirchlichen Trauung im Pfarrhaus vorbeibringen oder in den Briefkasten werfen.

Fotografieren / Filmen
Videoaufnahmen sind möglich. Ihr beauftragter „Kameramann“ soll vor Beginn des Gottesdienstes einen Platz auf der Empore aufsuchen und von dort den Gottesdienst filmen. Fotografieren ist möglich vor Beginn und nach Ende des Gottesdienstes. Während des Gottesdienstes soll nicht fotografiert werden.